Ausbildung des Tischlers / Schreiners
Der Tischler-Beruf ist ein anerkannter Ausbildungsberuf, der sich an der Handwerksordnung orientiert. Die Ausbildungszeit beträgt drei Jahre, wobei das erste Jahr in Form von Vollzeitunterricht an Schulen stattfinden kann, an denen theoretischer wie auch praktischer Unterricht erteilt wird. In der Regel findet eine duale Berufsausbildung parallel in Schulen und Handwerksbetrieben statt. Auch eine komplette schulische Ausbildung ist bei verschiedenen Bildungsträgern möglich.

Eine Spezialisierung auf verschiedene Fachbereiche findet meist nach der Ausbildung statt, aber auch während der Ausbildung können angehende Tischler bereits zusätzliche Qualifikationen erwerben. Dazu können beispielsweise Umweltschutztechniken oder auch die internationale Zusatzqualifikation „Europassistent/in im Handwerk“ gehören.
Zu den beruflichen Qualifikationen, die in der Ausbildung zum Tischler erworben werden, gehören die Herstellung von Möbeln und Bauelementen für den Innenausbau, die Holzbe- und –verarbeitung und das Gestalten, Herstellen und Instandhalten von Tischlereierzeugnissen. Auch das Behandeln und Veredeln von Oberflächen gehört wie die Durchführung von Holzschutzmaßnahmen, Montage- und Demontagearbeiten und Maßnahmen zur Qualitätssicherung zum Aufgabenbereich der Tischler.
Tischler müssen selbständig und kundenorientiert arbeiten und auch den organisatorischen Bereich ihres Handwerks beherrschen. Dazu gehören etwa das Einrichten, Sichern und Räumen von Arbeitsplätzen, die Planung und Dokumentation von Aufgaben und das korrekte und gewissenhafte Umsetzen von Maßnahmen zu Sicherheit und Gesundheits- und Umweltschutz.
Nach erfolgreich bestandener Gesellenprüfung können im Rahmen von Weiterbildungsmaßnahmen Spezialisierungen in verschiedene Richtungen vom Betriebstischler über Messebauer und Bühnentischler bis zum Kunsttischler erfolgen.
Vor allem, aber nicht nur im technischen Bereich, macht der Fortschritt natürlich auch vor dem Tischlerhandwerk nicht halt und daher empfiehlt es sich jedem Tischler, seine Kenntnisse und Fertigkeiten mittels Anpassungsweiterbildungen auf dem aktuellen Stand zu halten.
Aufstiegsperspektiven und weitere Fortbildungsmöglichkeiten eröffnet die Weiterbildung zum Tischlermeister. Wer über eine Zugangsberechtigung für Hochschulen verfügt kann ein Studium ins Auge fassen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist ein Studium, beispielsweise in Holztechnik, auch ohne den eigentlich nötigen Schulabschluss möglich.